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Der
Mars geht auf ... und wir gucken in die Röhre! :) ins Teleskop!
Eine kleine Armada von Raumfahrzeugen nähert sich in diesen Tagen dem
Mars. Der Grund für die Rushhour Richtung Roter Planet ist einleuchtend:
Nie in der
Menschheitsgeschichte
war uns der Mars so nahe wie heute. Raumfahrer und Planetenforscher nutzen
die günstige Konstellation, die so genannte Mars-Opposition, für einen
raschen Abstecher zum Nachbarplaneten und Freizeit-Sternengucker schlagen
sich in den kommenden Wochen die Nächte um die Ohren. Denn durch die
ungewohnte Nähe wird sich der Rote Planet zu einem auffälligen Gestirn am
Nachthimmel entwickeln, das für jedermann erkennbar ist. Mit einem
Fernrohr oder einem kleinen Teleskop werden zumindest die großen
Oberflächenstrukturen des Mars erkennbar sein.
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Nur wenig Wolken erwartet
Wolken werden die Sicht nach Meteorologen-Angaben nur wenig behindern: "In
den meisten Teilen Deutschlands besteht die Chance, dass der
Sternschnuppenschwarm ganz gut beobachtet werden kann", sagt Michael
Knobelsdorf vom Deutschen Wetterdienst. Es werde zwar hier und dort
bewölkt sein, aber zwischen den Wolken überall Lücken geben. Wegen der
Wetterlage könne aber nicht vorhergesagt werden, wo der Himmel klar sei.
Von der Wiese aus betrachten
Bereits am Dienstagabend werden wie in den vergangenen Nächten
Sternschnuppen am Himmel leuchten. "Die beste Ausrüstung ist eine Decke
auf der Wiese oder ein Liegestuhl", rät Astronom Martin Neumann, Redakteur
beim Magazin "Sterne und Weltraum". Ein Fernglas ist nicht angebracht,
weil man damit immer nur einen ganz kleinen Ausschnitt am Himmel sieht.
Die Lichter scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen, das im
Nordosten aufgeht. Sie sind jedoch am ganzen Himmel zu sehen. Außerdem
sind die Perseiden bekannt für einzelne besonders helle Feuerkugeln, so
genannte Boliden.
Mars begleitet die Perseiden
In diesem Jahr haben die Perseiden noch einen besonders auffälligen
Begleiter. Der Mars ist als heller ockerfarbener bis rötlicher Punkt tief
am Südosthorizont zu erkennen. "Zum Einbruch der Dunkelheit steht er bei
ausgestrecktem Arm etwa eine Faustbreit über dem Horizont", erklärt
Neumann. "Bis Mitternacht steigt er etwas höher - etwa eine Handbreit über
den Horizont." Unser Nachbarplanet erscheint zurzeit besonders hell: Am
27. August erreicht er seinen erdnächsten Punkt seit fast 60.000 Jahren.
Laurentius-Tränen verglühen
Meteore entstehen aus Überresten von Kometenschweifen. Kommt ein Komet in
die Nähe der Sonne, treten kleine Teilchen aus dem Kometen aus und
schwirren ihm auf seiner gesamten Bahn hinterher - im Fall der Perseiden
stammen diese Teile von dem Kometen Swift-Tuttle. Wenn die Erde in ihrer
Umlaufbahn auf eine solche Staubspur trifft, verglühen die
Kometenstückchen in der Atmosphäre. Durch die Reibung regen sie die
Luftmoleküle zum Leuchten an, was dann als Sternschnuppe zu sehen ist. Die
Bruchstücke sind meist nur so groß wie Sandkörner. Boliden stammen jedoch
oft von kiloschweren Teilen. Im Volksmund werden die Perseiden auch
Laurentius-Tränen genannt, nach dem Märtyrer, der der Legende zufolge am
10. August 258 nach Christus in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode
gefoltert wurde.
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Ohne unsere Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde - und doch ist sie nur
einer von Millionen Sternen im All. Trotz eines Durchmessers von 1.392.000
Kilometer ist sie nicht einmal besonders groß - wegen ihrer nur
durchschnittlichen Größe und Leuchtkraft wird sie von Astronomen auch
"gelber Zwerg" genannt. Dass überhaupt
Leben auf der Erde möglich ist,
verdanken wir dem Abstand unseres Heimatplaneten zur Sonne. Die Erde ist
nahe genug, um viel Licht abzubekommen, doch auch weit genug entfernt,
denn die Energie, die auf der Sonne frei wird, ist enorm.
Ständige Kernfusion
In ihrem Inneren heizt sich die vor allem aus Wasserstoff und Helium
bestehende Sonne auf über 10 Millionen Grad Celsius auf. Im Zentrum laufen
ständig Kernreaktionen ab, vor allem wird Wasserstoff in Helium
umgewandelt. Die freigesetzte Energie wird nach außen transportiert und in
den Weltraum abgestrahlt. Nur ein winziger Bruchteil davon erreicht die
Erde: Doch das genügt, um unseren Planeten mit Licht und Wärme zu
versorgen. Im direkten Größenvergleich sind die Planeten, auch der riesige
Jupiter, schiere Zwerge - die Sonne enthält über 99 Prozent der
Gesamtmasse unseres Planetensystems.
Das Ende der Sonne
Noch strahlt die Sonne am Himmel, doch bald - zumindest in galaktischem
Maßstab - wird es mit ihr zu Ende gehen. In etwa fünf Milliarden Jahren
wird der Wasserstoff-Vorrat aufgebraucht sein, die Sonne wird sich zu
einem "Roten Riesen" aufblähen und die Erde auf 500 Grad Celsius
aufheizen, bevor die Sonne als "Weißer Zwerg" im All verglüht. |